BS Maschinen- und Anlagenführer/in

Die meisten Produkte, die wir im Alltag als selbstverständlich und als stets verfügbar betrachten, haben einen langen Weg bis zu uns nach Hause zurückgelegt. Eine der wich-tigsten Etappen dieser alltäglichen Güter ist die Produktion. Nehmen wir typische Beispiele wie ein Smartpho-ne, einen PKW oder eine Jeans, ja sogar Taschentücher, Joghurts oder Hygieneartikel – alle Produkte haben eines gemeinsam: Sie sind durch produktionstechnische Verfahren hergestellt worden.

Unterschiedliche Bauteile aus der Kunststoffverarbeitung

Gummi wird zu einem Zwischenprodukt durch das Fertigungsverfahren Extrudieren.
In der Produktion wird immer mehr automatisiert. Die Menge an Produkten, die jeden Tag über die Fließbänder der Fabriken transpor-tiert werden, können nur schwer durch Menschenhand hergestellt werden. Menschen werden in der Fabrik aber nie überflüssig, denn eine Maschine kann vieles – nicht aber den Menschen ersetzen.

Zur Herstellung all dieser bekannten Produkte werden in den Produktionsstät-ten immer qualifiziertere Facharbeiter gesucht. Einer dieser Facharbeiter bzw. eine dieser Facharbeiterin könntest du sein! Als ausgebildeter Facharbeiter bzw. als ausgebildete Facharbeiterin in der Industrie trägst du dann die Be-rufsbezeichnung: Maschinen- und Anlagenführer/in.

Maschinell hergestelltes Stahldrahtseil

Die Berufliche Schule Ahrensburg übernimmt als Partner in der dualen Berufsausbildung den schulischen Teil der Berufsausbildung zum/zur Maschinen- und Anlagenführer/in. Hier besteht für angehende Fachkräfte in einer nur für diesen Berufszweig zugeschnittene Berufsschulklasse[2] die Möglichkeit, die Ausbildung innerhalb von zwei Jahren abzuschließen. Dank der dualen Ausbildungsform kannst du die theoretischen Inhalte aus der Berufsschule direkt in der Praxis anwenden. Dort siehst du, dass das, was die Berufsschullehrer und Berufsschullehrerinnen dir erzählen, auch in Deinem Ausbildungsbetrieb wichtig sein kann.

Durch Rührreibschweißen miteinander verbundene unterschiedliche Metalle

In der Beruflichen Schule Ahrensburg werden Unterrichtsinhalte – wie in allen Berufsschulen auch – nach Lernfeldern[3] unterrichtet. Diese heißen beispielsweise bei den Maschinen- und Anlagenführern/innen: ‚Fertigen von Bauelementen mit Maschinen‚, ‚Technische Systeme instand halten‚ oder ‚Automatisierte Anlagen in Betrieb nehmen, bedienen und überwachen‚. Wie schon in der Benennung dieser Lernfelder zu sehen ist, hat der Unterricht in der Berufsschule stets einen engen Praxisbezug.

Kohlefaserverstärkter Kunststoff im Querschnitt

In der Beruflichen Schule Ahrensburg werden Unterrichtsinhalte – wie in allen Berufsschulen auch – nach Lernfeldern unterrichtet. Diese heißen beispielsweise bei den Maschinen- und Anlagenführern/innen: ‚Fertigen von Bauelementen mit Maschinen‘, ‚Technische Systeme instand halten‘ oder ‚Automatisierte An-lagen in Betrieb nehmen, bedienen und überwachen‘. Wie schon in der Benennung dieser Lernfelder zu sehen ist, hat der Unterricht in der Berufsschule stets einen engen Praxisbezug.

So unterschiedlich die Inhalte dieser Lernfelder sind, so vielfältig sind auch die Einsatz- und Aufgabengebiete in den Betrieben, die in unterschiedlichen Branchen zu finden sind. Dies sind beispielsweise die Metall-, Kunststoff-, Nahrungsmittel-, Fahrzeugbau-, Pharma- oder Druck- und Textilindustrie.

Schon während der Berufsausbildung sind die Aufgaben von angehenden Maschinen- und Anlagenführer/innen recht abwechslungsreich. Beispielsweise richten Maschinen- und Anlagenführer/innen Produktionsmaschinen und -anlagen ein, nehmen sie in Betrieb und bedienen sie. Sie rüsten die Maschinen und/oder Anlagen um und halten sie mit Hilfe von Wartungs- und Inspektionsplänen instand.

Im Einzelnen umfasst das hauptsächlich folgende Aufgaben:

  • technische Geräte, Maschinen und Anlagen bedienen und überwachen;
  • Prozessabläufe steuern und kontrollieren;
  • gelieferte Waren kontrollieren und lagern;
  • Produktionsprozesse aufmerksam beobachten, um Funktionsstörungen frühzeitig zu erkennen;
  • kleinere Funktionsstörungen an den Maschinen und/oder Anlagen beheben;
  • für Materialnachschub sorgen;
  • Einstellungs- und Produktionsdaten für den Maschinen- und Materiallauf ständig überprüfen;
  • Arbeitsabläufe koordinieren;
  • Qualitätskontrollen durchführen;
  • hergestellte Produkte abtransportieren;
  • Maschinen und Anlagen pflegen und warten;
  • seinen Arbeitsplatz (auch aus Sicherheitsgründen) sauber halten;
  • Maschinen und automatisierte Anlagen (auch aus Qualitätsgründen) regelmäßig reinigen und schmieren;
  • Verschleißteile austauschen;
  • bei größeren Reparaturen mithelfen;
  • usw.

Die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer/zur Maschinen- und Anlagenführerin mit dem Schwerpunkt Metall- und Kunststofftechnik kann durch eine darauf aufbauende Ausbildung fortgesetzt werden. Diese Möglichkeit kann ebenfalls an der Beruflichen Schule Ahrensburg wahrgenommen werden. Folgende Anschlussberufe sind in einer 1,5 – jährigen aufbauenden Berufsausbildung möglich[4]:

  • Feinwerkmechaniker/in
  • Fertigungsmechaniker/in
  • Industriemechaniker/in
  • Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik
  • Werkzeugmechaniker/in
  • Zerspanungsmechaniker/in

Wir freuen uns auf dich!!

 

Übersichtstabelle des Ausbildungsberufes

Ausbildungszeit 2 Jahre
Berufsschule Blockunterricht
Lernfelder Lf 1: Fertigen von Bauelementen mit handgeführten  Werkzeugen
Lf 2: Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
Lf 3: Herstellen von einfachen Baugruppen
Lf 4: Technische Systeme instand halten
Lf 5: Baugruppen herstellen
Lf 6: Bauelemente und Baugruppen montieren und demontieren
Lf 7: Automatisierte Anlagen in Betrieb nehmen, bedienen und überwachen
Lf 8: Überwachen der Produkt- und Prozessqualität
Fächer – Wahlflichtbereich: Fachbezogene Mathematik
– Wirtschaft / Politik
– Kommunikation
Prüfungen Die Zwischenprüfung (IHK) findet zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres statt: Dort wird ein theoretischer Teil sowie ein praktischer Teil geprüft

Die Abschlussprüfung (IHK) findet am Ende des 2. Ausbildungsjahres statt: Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsteilen und hat je nach Fachrichtung unterschiedliche Aufgabenstellungen.

1. Praktischer Teil: Betrieblicher Arbeitsauftrag
2. Theoretischer Teil: Produktionstechnik
3. Theoretischer Teil: Produktionsplanung
4. Theoretischer Teil: Wirtschafts- und Sozialkunde.

Fortsetzung der Berufsausbildung Bei erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung kann die Ausbildung zum Machinen- und Anlagenführer / zur Maschinen- und Anlagenführerin fortgesetzt werden.
Die Leistungen aus der Abschlussprüfung zum Machinen- und Anlagenführer / zur Maschinen- und Anlagenführerin werden als Teil 1 der Abschlussprüfung in dem neuen 3,5-jährigen metalltechnischen Ausbildungsberuf anerkannt.
Abschlüsse Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erhält jeder Prüfling zwei Zeugnisse:
1. Das Berufsschulabschlusszeugnis mit den Lernfeldnoten sowie den Noten für die Fächer.
2. Das Abschlusszeugnis der Industrie- und Handelskammer (IHK)
Ansprechpartner Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich zunächst an unser Schulbüro.

Weitere Informationen

[2] Die Maschinen- und Anlagenführer werden gemeinsam mit dem zweijährigen Ausbildungsberuf zur Fachkraft für Metalltechnik beschult.

[3] Siehe auch im Web: https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2007/2007_09_01-Handreich-Rlpl-Berufsschule.pdf

[4] Nach dem Erreichen des Berufsschulabschlusses sowie bestandener IHK-Abschlussprüfung zum Maschinen- und Anlagenführer/zur Maschinen- und Anlagenführerin besteht an der Berufliche Schule Ahrensburg als Kooperationspartner in der dualen Ausbildung die Chance für interessierte und motivierte Auszubildende, die Ausbildung zum Industriemechaniker/zur Industriemechanikerin oder zum Zerspanungsmechaniker/zur Zerspanungsmechanikerin fortzuführen und damit in nur 1,5 Jahren einen zweiten beruflichen Abschluss zu erreichen. Voraussetzung hierfür ist ein Ausbildungsbetrieb.

Siehe auch im Web: https://www.gesetze-im-internet.de/maschf_ausbv/MaschF%C3%BCAusbV.pdf