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Gerd-Schult-Preis der Stiftung Erwin Baer: Schüler mit Bestleistungen ausgezeichnet

Jedes Jahr zeichnet die Stiftung sechs beste Auszubildende mit diesem Preis aus. Es sind Auszubildende, die eine kaufmännische Ausbildung absolviert haben und an der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn die Theorie erlernt haben. Und alle sechs werden ihren Lehrerinnen und Lehrern noch lange in Erinnerung bleiben, wie ihre Laudationes vermuten lassen.

Da wäre zum Beispiel Patricia Soares Bastiao. Sie stand nach einem abgebrochenen Studium und der Kündigung ihres Ausbildungsplatzes auf der Straße. Was nun? Sie startete eine Ausbildung bei Obi und startete derart durch, dass das Unternehmen sie nach der Ausbildung übernommen hat, sie heute eine geschätzte Kollegin dort ist und während der Ausbildung nur selten eine Note jenseits der “1” erhielt.


Oder Alhassan Pateh Jalloh. Der Afrikaner kam als Flüchtling 2013 nach Hamburg. Obwohl er damals kein Deutsch sprach, schaffte er bereits 2014 den Hauptschulabschluss und erhielt eine Anstellung als Auszubildender in der Lagerlogistik bei E. Michaelis & Co. in Reinbek. “Mich erstaunt”, so seine Lehrerin Brigitte Brüggmann, “das Sie mit Ihren Erlebnissen trotz allem ein so fröhlicher und höflicher Mensch sind.” Auch er wurde im Betrieb übernommen.


Lehrer Odo Schoppenhauer ist voller Hochachtung für seinen Schüler Maximilian Heppeler. “Sie sind zielstrebig, bringen sich im Unterricht ein, sind vorbereitet und geben auch nach Rückschlägen nicht auf”, so Schoppenhauer. Doch da ist noch viel mehr: “Sie haben viel Humor und viel Elan.” Nur dadurch sei es ihm möglich gewesen, neben seiner Ausbildung zum Großhandels-Kaufmann bei der Firma Hermann Stitz in Barsbüttel in den Abendstunden noch für die Fachhochschulreife zu lernen. “Viele brechen das ab, denn es ist eine enorme Doppelbelastung. Sie haben es sogar mit Bestnoten geschafft.”


Bestnoten sammelte auch Julia Peters. Und sie machte, gestand Lehrer Andreas Mathis ein, ihm auch ein bisschen das Leben schwer: “Vor den Klausuren haben Sie immer noch ein paar Fragen gehabt. Viele Fragen – meist eine ganze Unterrichtsstunde lang, die auch ihre Mitschüler aufmerksam verfolgten. Diese Fragen waren so weitreichend, dass sie mir manches Mal die Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben.” Julia Peters wurde bei der Firma L. Possehl & Co. GmbH in Lübeck zur Außenhandels-Kauffrau ausgebildet.


Auch für Nicolai Gnoss war der Weg nicht gerade. Er studierte zunächst Wirtschaftsingenieurwesen, doch es wollte nicht recht gelingen. Der Weg in die Ausbildung war richtig, die Bestnote 1 mit 98 Prozent der Punkte das Ergebnis. “Sie waren immer souverän und wissbegierig und einfach nur gut”, beschrieb es Lehrer Niko Werner. Und noch einen Effekt hatte die Ausbildung: Die Erkenntnis, dass das Studium doch noch folgen soll, heute studiert Nicolai Gnoss Wirtschaftsinformatik.

Eine besondere Ausbildungszeit gab es für Irina Reichel. Denn ihr wurde von ihrem Ausbildungsbetrieb, der dls Land und See Speditionsgesellschaft mbH, nicht nur eine Ausbildung in Teilzeit ermöglicht, damit sie sich auch um ihre beiden Kinder kümmern konnte. Sie bekam während der Ausbildung auch noch ihr drittes Kind und erreichte trotzdem Bestnoten. Lehrerin Angelika Hentze war beeindruckt: “Sie haben es als Familie geschafft.” Klar, dass daher auch Tochter Sophie bei der Überreichung des Preises auf dem Podium dabei sein durfte.


Auch in diesem Jahr wurde der Gerd-Schult-Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, von Elisabeth Hoyer und Dr. Joachim Mewing von der Stiftung Erwin Baer überreicht. Die Feierstunde ist für die Schule und die Stiftung eine willkommene Gelegenheit, zu einem Festakt zu laden. Erstmals dabei war in diesem Jahr der neue Landrat Dr. Henning Görtz als Vertreter des Schulträgers. Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach war ebenfalls dabei und Sebastian Grothkopp von der IHK zu Lübeck. Die Festrede wurde gehalten von Dr. Henning Hach von der Firma Lynet aus Lübeck. Er gab den jungen Erwachsenen mit auf den Weg, im Berufsleben mutig zu sein, stets die Leidenschaft für seinen Beruf und die Demut beim Blick auf die eigenen Leistungen zu bewahren.
 
Text und Bild (oben) mit freundlicher Genehminung von ahrensburg24.de