Schränke für die Holzwerkstatt

Im Lernfeld 6 der Tischlerausbildung geht es um die Planung und Herstellung eines Systemmöbels. Die Tischlermittelstufe der Beruflichen Schule in Ahrensburg hat nach kurzer Absprache mit den unterrichtenden Lehrkräften ein Projekt für die Holzwerkstatt ausgemacht. Sie planen für die Holzwerkstatt ein großes Schranksystem, in dem alle Utensilien und Werkzeuge für den fachpraktischen Unterricht untergebracht werden können. Die Aufgabe der Auszubildenden besteht darin, die innere Aufteilung des Schranksystems zu konstruieren.

Die Außenmaße sind von den Fachlehrern vorgegeben worden, damit die angehenden Tischlerinnen und Tischler einen Rahmen haben, in dem sie ihre Überlegungen konkret einbinden können. In den letzten 3 Wochen wurde geplant, diskutiert, gemessen und überlegt, welche Handmaschinen (Lamellofräse, Bohrmaschine etc.), Werkzeuge (Stecheisen, Raubank, Hobel etc.) und Hilfsmittel (Schleifmittel, Leimflotten etc.) im Schranksystem Platz finden müssen. Die Ausarbeitungen und Gedanken wurden dann in Gruppen zu Präsentationen zusammengeführt und in der letzten Woche vor 3 Klassen mit fachkundigen Schülerinnen und Schülern sowie zahlreichem Lehrpersonal vorgestellt.

Das Publikum war begeistert über die unterschiedlichsten Ideen, Ansätze und vielseitigen Darstellungen. Einige Gruppen integrierten in die Präsentation das Visualisierungsprogramm Phyta, mit denen sich die angehenden Tischlerinnen und Tischler seit Beginn der Ausbildung auseinandersetzen, um Grundlagen für die voranschreitende Digitalisierung in den Betrieben zu schaffen.

Für jede der einzelnen Präsentationen gab es großen Applaus. Das fachkundige Publikum sollte nach den Präsentationen die beste Darstellung mit einem Klebepunkt bewerten. Jeder musste sich für eine Präsentation entscheiden und dies viel allen im Publikum schwer. „Alle Präsentationen haben die eine oder andere hervorragende Idee, die in das Schranksystem für die Holzwerkstatt integriert werden kann,“ so Herr Jaehneke, der als fachkundige Lehrkraft die spannenden Präsentationen verfolgte und mit einigen konkreten Fragen die Präsentierenden zum erneuten Nachdenken brachte.

Am Ende waren sich alle einig. Es gab nicht die „beste Präsentation“, sondern: „Die Summe der zahlreichen Ideen, werden in dem konkreten Projekt für das Lernfeld 6 zusammengeführt, um ein optimales Ergebnis in die Holzwerkstatt zu integrieren“, so der Klassenlehrer Herr Schlüter. In den kommenden Wochen gehen die Auszubildenden des Tischlerhandwerks hochmotiviert an die Umsetzung des Projektes und setzen in der schuleigenen Holzwerkstatt die Planungen für das Systemmöbel konstruktiv um.

Viel Erfolg bei der Arbeit!